Die Wiener Balltradition
19 Dez 2016

Die Wiener Balltradition

Fast jede Frau träumt davon, einmal im Leben ein prachtvolles Brautkleid zu tragen. Doch um ein prachtvolles Kleid zu tragen, muss man nicht zwangsläufig heiraten. Wir sind in Wien – der Stadt des Walzers und der Tanzbälle. Wo, wenn nicht hier, lässt sich ein ausladendes Ballkleid besser zu einer der zahlreichen, historischen Tanzveranstaltungen tragen, als in der Heimatstadt des Walzers?

Die Wiener Ballsaison besticht ihr Publikum aus aller Welt, jedes Jahr aufs Neue, durch Prunk und Eleganz. Die Tanzveranstaltungen finden jährlich von 11. November bis Faschingsdienstag im Februar statt, wobei die ersten großen Bälle üblicherweise in der Silvesternacht veranstaltet werden. Die Geschichte der Wiener Balltradition reicht weit ins 17. Jahrhundert der habsburgischen Monarchie zurück. Etliche Traditionen dieser Zeit sind noch heute auf Bällen wiederzufinden.
Die Wiener Hofburg war zur Zeit der Herrschaft der Habsburger einerseits Regierungssitz der Kaiser und Herzöge Österreichs und andererseits prunkvoller Rahmen der für den Adel inszenierten Gesellschafts- und Maskenbälle. Zunächst waren diese Veranstaltungen unter dem Namen „Dantz“ bekannt. Erst im 18. Jahrhundert setzte sich der Name „Ball“ durch. Während des Wiener Kongresses von 1814 – 1816 erlebte der Ball seine erste Hochblüte und ganz Wien tanzte sich im Dreivierteltakt des Walzers durch die überall in der Stadt entstandenen Tanz- und Ballsäle.
Der Wiener Walzer stammt aus einer Epoche des gesellschaftlichen Wandels und politischer Unsicherheit. Er war die erste Form des Gesellschaftstanzes in der sich frei tanzende Individuen in einer ununterbrochenen Drehbewegung einer fast rauschartigen Tanzekstase hingaben.
Ohne Unterschied nach Stand und Rang standen sich Mann und Frau eng umfasst gegenüber. Die als unmoralisch angeprangerte Tanzhaltung setzte sich als Modetanz auch in Europas Höfen durch und demonstrierte so die zunehmend brüchiger werdende Machtposition traditioneller Herrschaftsschichten.
Die großen Bälle der K.u.K. Monarchie waren Konversationsveranstaltungen und Heiratsmärkte der gehobenen Gesellschaft, wobei der „Hofball“ und der „Ball zu Hofe“ zu dieser Zeit die absoluten Höhepunkte der Wiener Ballsaison. Sie wurden unter Anordnung des Kaisers aufwändig inszeniert und es gab große Unterschiede, wer zu welchem Ball gehen durfte. Zum Hofball waren „hoffähige“ Gäste, wie WürdenträgerInnen, Ordensritter, Generäle oder Bürgerständler mit hohen Auszeichnungen geladen. Beim „Ball zu Hofe“ hingegen blieb die elitäre Hofgesellschaft unter sich, gekleidet in ihren prunkvollsten Roben und ausgestattet mit teuerstem Schmuck. Der „Ball der Stadt Wien“ im Rathaus wiederum war bewusst als Gegenstück zu den Hoffesten gedacht.

Die Ballkultur ist damals wie heute eng mit der Stadt Wien verbunden.
Mit rund 450 jährlich stattfindenden Bällen und einer Besucherzahl von circa 300.000 Ballgästen pro Jahr, ist Wien seit 200 Jahren weltweit als Ballmetropole bekannt. Der zeremonielle Ablauf, wie beispielsweise Damenspenden oder die Eröffnung durch DebütantInnen,  ist auch heute noch auf den Tanzveranstaltungen zu finden.
Ebenso Kleidervorschriften, die auch als „Dresscode“ bekannt sind, gab es damals wie heute.  Was bedeuten Ausdrücke wie „black tie“ oder „white tie“ auf der Einladung?
Worin liegt der Unterschied zwischen „festlicher Kleidung“ und „festlicher Abendkleidung“?
Wir helfen Ihnen gerne weiter und erzählen Ihnen mehr darüber in unserem nächsten Beitrag zum Thema „Bälle in Wien“.

Quelle: wien.gv.at


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