Die Planung unserer Hochzeit – Ein Erfahrungsbericht (Teil 2)
24 Nov 2016

Die Planung unserer Hochzeit – Ein Erfahrungsbericht (Teil 2)

Im ersten Teil meines Erfahrungsberichts habe ich Ihnen erzählt, wie wir zu der für uns perfekten Hochzeitslocation kamen, wie wir Blumenschmuck und Dekoration auswählten und was man bei der Zusammenstellung des Hochzeitsessens beachten sollte.  Heute erfahren Sie mehr über den Kauf des Brautkleides, die Auswahl der Trauringe, mobile StylistInnen und vielleicht doch etwas zu ausgedehnte Paarshootings am Tag der Hochzeit.

Nach dem Verschicken der Save-the-Date-Karten ein Jahr vor dem Hochzeitstermin, begann die Suche nach meinem perfekten Brautkleid. Es sollte ein Traum aus Tüll und Spitze sein, der jedoch auch meiner Figur schmeicheln sollte. Nach dem Durchsehen zahlreicher Hochzeitsmagazine und Internetseiten von Brautkleid-Herstellern, beschloss ich, mich in die Hände einer erfahrenen Brautmodenberatung zu begeben. Ich buchte mehrere Termine in namhaften Brautsalons. Mit einem Blick zurück, weiß ich heute, dass es vollkommen ausreichend gewesen wäre, in höchstens zwei Brautsaloons zu gehen. Bei so vielen Terminen verliert man den Überblick, die Auswahl wird zu groß und die Entscheidung wird immer schwieriger. Außerdem empfehle ich Ihnen, nur einen Termin pro Tag auszumachen. Auch wenn es „nur 1,5 Stunden“ sind, ist ein Termin zur Brautkleid-Anprobe anstrengender als man denkt.
Zu meiner Überraschung standen mir, neben den üppigen Tüllkleidern, nämlich auch Figur-betonte Kleider im Trompetenschnitt, was die Entscheidung nicht vereinfachte. Schlussendlich habe ich mein Traumkleid in einem bekannten, Wiener Brautsalon gefunden. Mein Herz wurde von einem Tüllkleid mit Spitze und Schnürung von San Patrick mit dem klingenden Namen „Argel“ erobert. Es war sogar in meiner Größe lagernd und so mussten nur geringfügige Änderungen vorgenommen werden.  Ich hatte mein Traumkleid.
Bitte bedenken Sie jedoch, dass die Bestellung eines Brautkleides für gewöhnlich bis zu fünf Monate in Anspruch nehmen kann.
Mein Mann ließ sich seinen Hochzeitsanzug in der Wiener Innenstadt maßschneidern. Davon hatte er schon immer geträumt. Ich empfehle, den Farbton des Hemdes auf jenen des Brautkleides abzustimmen. Hier können auch nur Nuancen Unterschied auf den späteren Hochzeitsfotos unangenehm ins Auge stechen. Fragen Sie dafür in Ihrem Brautsaloon nach einer Stoffprobe ihres Kleides.


Bei den Trauringen waren uns mein Mann und ich rasch einig. Wir bevorzugten beide Gelbgold und wurden bereits übers Internet rasch fündig. Mit den Ausdrucken unserer gewünschten Ringe begaben wir uns zu dem erwählten Juwelier, wo wir sie anprobierten und bestellten. Die Wahl fiel auf einen gelbgoldenen Memoire-Ring mit 9 Diamanten für die Braut und einen schlichten, polierten Gelbgoldring für den Bräutigam. Für uns war es wichtig, die Ringe vorab auch anprobieren zu können, da nicht jede Passform für jede Hand geeignet ist. Die Öse kann sowohl rund, als auch eckig oder oval in ihrer Form sein. Wenn man sich nicht gerade für eine Einzelanfertigung seiner Ringe entscheidet, dauert die Lieferung für gewöhnlich 10 Tage bis zwei Wochen. Wir hatten unsere Trauringe bereits nach 10 Tagen in den Händen, womit dieser Punkt der Vorbereitungen relativ rasch erledigt war.

Bei der Brautfrisur und dem Make-up fiel mir die Entscheidung deutlich schwerer. Hier gilt nämlich nicht nur Optik, sondern auch das Praktische einer Frisur zu bedenken. Bei langem, offenem Haar beispielsweise, können Korkenzieherlocken im Laufe des Hochzeitstages aushängen und beim Tanzen an der verschwitzten Stirn der Braut kleben. So etwas wollte ich vermeiden. Die Frisur sollte möglichst den ganzen Tag halten und auch keine klassische Brautfrisur mit Krönchen, Steinchen oder Locken sein. Außerdem entschied ich mich für eine mobile Friseurin, die mich und meine Brautjungfern am Tag der Hochzeit vor Ort stylen würde. Buchen Sie auch dieses Service rechtzeitig, da wirklich gute, mobile StylistInnen oft schon lange im Voraus ausgebucht sind. Für gewöhnlich werden Hochzeitspackages angeboten, die ein Probestyling sowie das Stecken und Make-up am Tag der Hochzeit beinhalten. Beim Probestyling können Sie Ihre Wünsche besprechen und diese dann gleich umsetzen lassen. In Absprache mit der Stylistin, entschied ich mich für eine romantische, seitlich locker-gesteckte Frisur mit zwei Blüten und einem eingearbeiteten Vintage-Haarband mit Pailletten. Beim Braut-Make-up betonten wir die Augen mit einem Lidstrich und hellem Lidschatten, während die Lippen nur durch dezentes Zartrosa zum Strahlen gebracht wurden.

Nach erfolgreicher Tortenbestellung und dem Verschicken der Einladungen, waren es nun noch fünf Monate zum Tag der Tage. Diese Zeit nutzte ich, um die selbstgebastelten Deko-Elemente, Kinderspielsäckchen, lustigen Photo-Props für die Fotobox , Leihpantoffeln, den Fingerprintbaum und andere Kleinigkeiten wie Gästegeschenke, Tischplan und Menükarten fertigzustellen. Bei den Gästegeschenken entschieden wir uns für Flachmänner für die Herren und Fächer sowie eine liebevoll gestaltete CD mit unseren Lieblings-Songs für die Damen.

Zu unserer großen Überraschung gewannen wir bei einem Gewinnspiel noch einen Videographen, der unsere Trauung und die Feierlichkeiten mit der Videokamera festhalten würde.

Am Tag der Hochzeit lief, bis auf zwei Kleinigkeiten, alles genauso, wie wir es uns erträumt hatten. Die zweijährige Organisation hatte sich bezahlt gemacht. Trotzdem empfehle ich euch, zwei Dinge zu bedenken, die ich heute etwas anders machen würde.
Zum einen gebe ich euch den Tipp, die Regelung der Abläufe und die „Übersicht“ am Tag der Hochzeit an eine instruierte Vertrauensperson abzugeben. Man tendiert sonst dazu, alles zu regeln und im Auge behalten zu wollen, was zulasten der Entspannung des Brautpaares geht.

Außerdem haben wir uns für ein sehr langes Paarshooting entschieden, welches bereits vor der Trauung stattfand. Nachdem das Brautstyling abgeschlossen war, kam um 10 Uhr der Fotograph und wir begannen mit dem Kreativshooting. Keine Frage, dabei entstanden traumhafte Erinnerungen in der wilden Natur der Au, mit unseren geliebten Autos, kuschelnd mit unseren Hunden, lachend mit den Brautjungfern oder in der romantischen Zweisamkeit eines Wiesen-Picknicks.
Wie Sie sich nach meiner Aufzählung bestimmt schon vorstellen können, nahm dies jedoch auch viel Zeit und Kraft in Anspruch. Das Shooting dauerte 4 Stunden und ich war danach (was VOR der Trauung war) fix und fertig. Mein Rat also: Nehmen Sie sich Zeit diesen Tag zu genießen. Überfüllen Sie den Tag nicht mit Programmpunkten und gönnen Sie sich zwischendurch Erholungsphasen. So haben Sie Zeit, Ihren schönsten Tag „auf sich wirken zu  lassen“ und einfach nur zu genießen.
Unser Hochzeitstag blieb dann, nach einer kurzen Auszeit vor der Trauung auf dem Zimmer mit meinen Brautjungfern, weiterhin wunderschön. Die romantische, freie Trauung, das exquisite Essen, das ausgelassene Tanzen zu Discobeats sowie die liebevollen Ansprachen und Gesten der Familie werden uns – auch dank der tollen Fotoreportage – ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Hatten auch Sie stressige Momente an Ihrem Hochzeitstag?
Welche Dinge würden Sie anders machen oder aber genauso wieder?
Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen. Vielleicht können Sie damit auch anderen Bräuten bei der Planung helfen.


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