Der Brautstrauß – Die Sprache der Blumen
19 Okt 2016

Der Brautstrauß – Die Sprache der Blumen

Bei der Auswahl des Brautstraußes können sich Braut und Bräutigam über die schier unerschöpfliche Vielfalt der Blumen- und Pflanzenwelt freuen. Sind traditionelle Brautsträuße früher zum Großteil aus Blumen bestanden, so sind der Kreativität heute keine Grenzen gesetzt. Von Blättern, über Schlingpflanzen, Beeren und Kräutern bis hin zu Getreide, Strass und Federn kann fast alles in einen Brautstrauß eingearbeitet werden. Im Internet können Sie sich kreative Inspirationen holen und diese mit den Ideen Ihres erfahrenen Floristen zu einem unvergesslichen Brautbouquet werden lassen.

Blumen hatten im viktorianischen Zeitalter zahlreiche Bedeutungen und waren die sinnliche Sprache der Liebe. Je nachdem welche Blumensorte ein Verehrer seiner Angebeteten schenkte, wusste man, welcher romantische Gedanke dahinter steckte.  So steht etwa die rosa Rose für Jugend und Schönheit, die Lilie bedeutet echte Liebe und die Calla sagt seiner Trägerin, wie wunderschön sie ist.

Bei der Zusammenstellung Ihres Brautstraußes bedenken Sie, in welcher Jahreszeit die gewünschte Blume Saison habt. Wir sind es in der heutigen Zeit gewohnt, fast alles zu jeder Zeit verfügbar zu haben. Dies ist bei Blumen sehr schwierig. Vielleicht wäre es sogar tatsächlich möglich, Ihre Wunschsorte Pfingstrosen im Herbst zu organisieren. Kalkulieren Sie hier jedoch mit Mehrkosten. Oder fänden Sie es ohnedies nicht viel schöner saisonale oder gar regionale Blütenpracht in ihrem Brautstrauß zu wissen? So können sich in einem Sommerstrauß neben Rosen und Lavendel auch getrocknete Weizenähren oder Sukkulenten, wie Hauswurz, finden. Wenn Sie es exotischer wünschen, erfüllen Lilien, Frangipani und Orchideen zusammen mit Palmenblättern und Bambuselementen all Ihre Träume.  Im Frühherbst wiederum sind halbreife, zart-rote Brombeeren und Schlingpflanzen zwischen Hortensien in ihrem charakteristischen Violett-Grün ein toller Blickfang. Im Winterstrauß können ebenfalls Beeren, wie die leuchtend-roten Stechpalmbeeren verarbeitet werden und zwischen kleinen Zapfen und dekorativen Silberelementen einem weißen Brautstrauß aus Rosen und Schleierkraut das winterliche Flair verleihen.

Traditionell sucht der Bräutigam den Brautstrauß aus und überreicht ihn der Braut erst vor dem Altar oder beim ersten Aufeinandertreffen. Die künftige Schwiegermutter darf den Bräutigam zum Floristen begleiten, darum empfiehlt es sich seine Wünsche und Vorstellungen mit ihr abzusprechen. Mittlerweile ist dieser Brauch jedoch fast verschwunden. Braut und Bräutigam suchen den Brautstrauß gemeinsam im Rahmen der Hochzeitsvorbereitungen aus. Man legt viel Wert darauf, den Stil der Tischdekoration beziehungsweise das Ambiente der gesamten Hochzeit im Brautstrauß wiederzufinden. Sollte bei Ihnen der Brautstrauß noch traditionell vom Bräutigam ausgesucht werden, können Sie als kleine Hilfestellung vorab mit der Floristin telefonieren und kleine, helfende Infos hinterlegen lassen.

Denn neben der Auswahl der Farben und Blüten, gibt es auch verschiedenste Formen von Brautsträußen. Beim Biedermaierstrauß beispielsweise, werden die Blumen an den Stielen zu einer kompakten, symmetrischen Kugel gebunden, die hervorragend zu jedem Brautkleid passt.

Die Tropfenform wiederum ist sehr romantisch und eignet sich nahezu für alle Blumensorten. Große und kleine Blüten  werden oben zu einer runden Form gebunden und fließen nach unten hin in klaren Konturen über die Hände der Braut.

Die Kaskadenform ist ebenfalls ein fließender Brautstrauß, allerdings üppiger und lebendiger als die Tropfenform. Es werden neben den fallend gebunden Blüten reichlich grüne Ranken eingearbeitet, die für Länge sorgen. Aufgrund seiner üppigen Größe ist die Kaskadenform für größere Bräute sehr gut geeignet.

Das Blumentäschchen sieht man heute nur noch selten. Hier werden die Blüten zu einem Täschchen gebunden, das meist in Kugelform getragen wird. Mädchenhafte Bräute, die etwas ausgefallenes suchen.

Egal für welche Form Sie sich entscheiden, ist es wichtig, den Brautstrauß nach der Zeremonie ins Wasser zu stellen, um längst-möglich das frische Aussehen zu erhalten. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird er dann beim berühmten Brautstraußwerfen einer noch unverheirateten, jungen Dame hoffentlich baldiges Hochzeitsglück bescheren. Sollten Sie keinen eigens dafür angefertigten Wurfstrauß haben, also ein kleineres Duplikat Ihres Brautstraußes, vergessen Sie nicht, Ihren Fotographen mit einem Foto Ihres Brautstraußes zu beauftragen. So wird Ihnen Ihr ganz persönlicher Blütentraum stets in lebendiger Erinnerung bleiben.


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